Tango argentino

zurück zur Specials-Übersicht Ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann” (Enrique Santos Discépolo)

Tango - una pasiónGeboren aus den desillusionierten Träumen europäischer Einwanderer am Rio de la Plata, erlebt der Tango heute, nach einer längeren Phase, in der er schon totgeglaubt war, eine Renaissance. Nicht mehr nur die ältere Generation, sondern auch viele junge Portenos treffen sich, wann immer es geht, um die melancholische Tangomusik in katzenhaft schleichende, oft von Erotik sprühende Bewegungen umzusetzen oder um einfach nur den traurigen Melodien zu lauschen und in Tangopoesie zu schwelgen.

Tango argentino - der so gar nichts gemein hat mit unserem europäischen Tango - variiert stark in Temperament, Rhythmus und Geschwindigkeit und lässt so dem Tangotänzer einen weiten Spielraum zur Improvisation. Ursprünglich als Musik der armen Vorstädte, der Hafenkneipen und Bordelle von der Oberschicht geächtet, gelang dem Tango sein grosser Durchbruch um 1910, als er in Paris zum Modetanz auserkoren wurde.

Das Grab von Carlos GardelUntrennbar verbunden mit dem Tango ist der klagende Klang des Bandoneons, eines engen Verwandten des Akkordeons, welches, einst erfunden von dem Deutschen Hans Band, seinen Weg über einen Matrosen, der sein Instrument in einer Hafenkneipe von La Boca gegen Schnaps eintauschte, an den Rio de la Plata fand.

Berühmtester Tangointerpret war wohl der in Frankreich geborene Carlos Gardel. Seine kometenhafte Karriere, unterstützt von den damals neuen Medien Schallplatte und Tonfilm, fand ein jähes Ende, als der Sänger 1935 bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien starb. Hundertausende gaben ihm in Buenos Aires das letzte Geleit und machten ihn zur unsterblichen Tangolegende. Noch heute hört man Tangoliebhaber begeistert schwärmen. “Gardel singt jeden Tag besser”.

Neuerungen brachte seit den 50er Jahren unter anderen Astor Piazzolla, ein Virtuose auf dem Bandoneon, der es meisterhaft verstand, den traditionellen Tango mit anderen Musikrichtungen, vor allem Jazz, zu verknüpfen. Neben vielen unvergleichlichen Tangos schrieb er die erste und bisher einzige Tango-Oper “Maria de Buenos Aires”. Seit Piazzolla ist die Tangogesellschaft gespalten in puristische Traditionalisten und tolerante Modernisten.

Ganz gleich ob modern oder altmodisch, Tango wird immer ein kultureller Botschafter Argentiniens sein.Tango Show im Casa Blanca de Buenos Aires

Aktivitäten:

    Besuch einer Tango-Show.

    Tango-Vorführung im Caminito in La Boca.

    Bummel über den jeden Sonntag stattfindenden Flohmarkt auf der Plaza Dorrego, auf dem Antiquitäten aus der goldenen Tango-Ära verkauft werden und Tango auf der Strasse getanzt wird.

    Besuch des Bandoneonmuseums.

    Tanzunterricht an einer Tango-Schule.

    Besuch des Grabes von Gardel auf dem Friedhof Chacarita. Seine lebensgrosse Bronzestatue hält immer eine brennende Zigarette zwischen den Fingern.

Wandmalerei in Barracas del Sur

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