Reisetipps und Service

Reisepass, Visa und sonstige Dokumente für den Grenzübertritt

Reisende aus Deutschland benötigen für die Einreise nach Argentinien, Chile oder Uruguay kein gesondertes Visum. Ein 90 Tage gültiges Touristenvisum wird bei der Einreise von den Beamten der “migraciones” in den Reispass gestempelt. Der Reisepass sollte noch sechs Monate über das geplante Datum der Rückreise hinaus gültig sein.

Mitreisende Kinder benötigen einen gültigen Kinderausweis, für Reisen nach Chile muss dieser auch bei Kindern unter 12 Jahren mit einem Passfoto versehen sein. Reisende, die mit Ihren Kindern, aber ohne ihren Ehepartner unterwegs sind, sollten eine vom Ehepartner unterschriebene und amtlich beglaubigte “Erlaubnis zur Alleinreise mit den Kindern ...” mitführen. Südamerikanische Einreisebeamte können die Einreise verweigern, wenn diese Erlaubnis nicht vorgelegt wird.

Bereits im Flugzeug erhalten Sie “Touristcards”, die Sie sowohl für die Einreise als auch für die Ausreise ausfüllen müssen. Eine Ausfertigung der Doppelkarte wird bei der Einreise einbehalten, die zweite bei der Ausreise. Oft wird jedoch beim Grenzübertritt in ein anderes südamerikanisches Land die zweite Doppelkarte einbehalten oder keine zweite Ausfertigung für die Wiederausreise ausgegeben. Dies ist jedoch nicht schlimm, Sie erhalten am Schalter Ihrer Fluggesellschaft vor dem Abflug eine Blankokarte. Wichtig ist nur, dass Sie mit ausgefüllter Touristcard vor dem Beamten der “migraciones” erscheinen.

Für den Grenzübertritt mit dem Mietwagen von Agentinien nach Chile, Paraguay oder Uruguay und zurück benötigen Sie ein sogenanntes “poder especial”, eine notariell beurkundete Erlaubnis des Fahrzeugvermieters, der Sie wie den Fahrzeugbesitzer selbst zum zeitlich befristeten Grenzübertritt mit dem Wagen berechtigt. Dieses Dokument wird vom Fahrzeugvermieter ausgestellt, der dazu Ihre persönlichen Daten mit Reisepasskopie braucht und kostet ca. 80 $. Reisende mit eigenem Wagen benötigen ein sogenanntes “Carnet de Passage” (den Reisepass für´s Auto), der vom heimatlichen Automobilclub ausgestellt wird.

Beim Grenzübertritt von Argentinien nach Chile (nicht umgekehrt) dürfen keine Lebensmittel mitgeführt werden. Die sogenannte “control fitosanitario” durchsucht diesbezüglich den Wagen und desinfiziert ihn anschliessend (manchmal auch das Gepäck).

Gesundheit

Es gibt keine vorgeschriebenen Impfungen für Argentinien, Chile und Uruguay. Empfehlenswert ist eine Hepatitis-A- und eine Tetanusimpfung sowie für Reisen nach Nordwestargentinien (Provinz Salta, bei Reisen in Höhen über 1200 m) eine Malariaprophylaxe. Bei der dort gelegentlich vorkommenden Malaria handelt es sich jedoch um eine gut behandelbare Krankheitsform und nicht um die gefährliche Form der Malaria tropica; so dass zur Vorbeugung die Einnahme von Resochin ausreichend ist. Wir haben bei unseren Reisen sicherheitshalber eine Typhusprophylaxe durchgeführt.

Die medizinische Versorgung ist im allgemeinen gut. Es ist jedoch trotzdem ratsam, eine Auslandskrankenversicherung  abzuschliessen, die den Rücktransport nach Europa beinhaltet, da dies einige Unannehmlichkeiten ersparen kann.

Sollten Sie spezielle Medikamente benötigen, empfehlen wir, sich bereits vor der Abreise in Deutschland eine ausreichende Menge zu besorgen. Erkundigen Sie sich in Zweifelsfällen vorher bei FLYER, ob Restriktionen hinsichtlich Legalität der Einführung bestehen und führen Sie in jedem Falle die Originalrezepte mit.

Bestimmte ländliche Regionen bedürfen besonderer Vorsichtsmassnahmen hinsichtlich des Genusses von frischem Obst und Gemüse sowie Trinkwasser und Speiseeis. Trinken Sie daher grundsätzlich nur Mineralwasser und beherzigen den alten Globetrotter- Grundsatz ”koch´ es, schäl´ es, oder vergiss´ es”.

Bei Reisen in die Andenregionen macht sich bei ungenügender Akklimatisierung an die ungewohnt sauerstoffarme Luft die gefürchtete Höhenkrankheit “Soroche” bermerkbar. Erste Anzeichen sind meist schlechter Schlaf und Kopfschmerzen. Obwohl oft propagiert, gibt es außer Sauerstoff leider keine wirksamen Medikamente gegen die Höhenkrankheit. Grundsätzlich gilt: langsam an die Höhen gewöhnen, bei ersten Anzeichen von Kopfschmerz oder Übelkeit sofort auf eine Höhe absteigen oder abfahren, die noch gut vertragen wurde. Die Mitnahme eines Höhenmessers ist empfehlenswert. Im “Tren a las Nubes” werden zur Soforthilfe Sauerstoffduschen mitgeführt

Reisedokumente

Machen Sie vor Ihrer Abreise Kopien von folgenden Reisedokumenten:

  • Flugtickets
  • Erste Seite Ihres Reisepasses und derjenigen, die Visa enthalten
  • nationaler und internationaler Fühererschein
  • Vorder- und Rückseite Ihrer Kreditkarten, Liste der Reiseschecks
  • Reservierung des Mietwagens

Geben Sie die Kopien Ihrem Reisepartner bzw. bewahren Sie dessen Kopien auf

Geld

Der Kurs des Peso argentino wurde Anfang 2002 freigegeben; eine 1:1- Bindung an den US-Dollar besteht nicht mehr. Dies hat eine rasche Geldentwertung zur Folge, so dass es sich empfiehlt, nur mit US-Dollars oder Euro zu reisen. Den aktuellen Kurs des Peso argentino finden Sie im Währungsrechner. Argentinische Peso können in Deutschland nicht gekauft werden, so dass es sich empfiehlt, neben Kreditkarten und Reiseschecks einen kleinen Vorrat an möglichst ungebrauchten US-Dollarnoten (bis 10 $) mitzuführen. Diese werden allgemein angenommen. Seit der Kurs des Euro so stark an Wert gegenüber dem US-Dollar gewonnen hat, werden Euro in Buenos Aires mehr und mehr bevorzugt angenommen, meist zu einem besseren Kurs als offiziell.  Reiseschecks von AMEX oder CITICORP werden von fast allen Banken angenommen, oft jedoch nur gegen Provision. Diese variiert zwischen den “offiziellen” 2 Promille bis zu 6 % z.B in Ushuaia. Bei American Express an der Plaza San Martin in Buenos Aires erhalten Sie neben den anderen Leistungen für Reisende wie z.B. Money-Gram auch für Ihre Reiseschecks zumindest den Gegenwert in US-Dollar provisionsfrei.

VISA und Mastercard werden gerne angenommen und sind für die Anmietung von Fahrzeugen unerlässlich. In manchen Geschäften existieren allerdings höhere Preise für die Bezahlung mit Kreditkarte. CITICORP bietet eine Kreditkarte an, mit der man an den Geldautomaten der CITICORP-Filialen gebührenfrei Geld ziehen kann. CITICORP-Bankfilialen sind im Land am weitesten verbreitet. Seit einiger Zeit finden sich in Buenos Aires und in weiteren größeren Städten auch Geldautomaten mit dem “Maestro”-Zeichen, an denen Sie mit der Euroscheckkarte Geld abheben können.

Vorsicht ist geboten bei den so genannten “Ersatzwährungen” wie z.B. “Patacones” oder “Lecops”, von denen immer noch einige Exemplare im Umlauf sind.  2-Lecop-Note der StaatsbankDiese Noten, die dem offiziellen Peso sehr ähnlich sehen, sind als Zahlungsmittel nicht mehr gültig. Es kann passieren, dass einem solche Noten in einer größeren Menge von Scheinen untergeschoben werden. Kontrollieren Sie daher Ihr Wechelgeld möglichst sofort. Nebenstehend finden Sie zwei Scans von den nicht mehr gültigen Ersatzwährungsnoten. 5-Patacones-Note der Provinz Buenos Aires

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie Geld tauschen wollen, so tun Sie dies trotz unter Umständen längerer Wartezeit nur in offiziellen “casas de cambio” oder in Banken. Allergrößte Vorsicht ist bei den sogenannten “arbolitos”, den fliegenden Geldwechslern geboten, die lautstark in den Strassen des Microcentro um die Calles Florida und Lavalle ihre Dienste anbieten. Hier ist viel gefälschtes Geld im Umlauf, oder es werden Bonos zwischen die Pesos gemischt, so dass der vemeintlich bessere Kurs schnell wieder dahin sein kann.

Sicherheit

Obwohl noch vor fünf Jahren als absolut sichere Reiseländer bekannt, hat mittlerweile auch in den großen Städten von Argentinien, Chile und Uruguay trotz großer Präsenz von Polizei und privaten Sicherheitsdiensten die Kriminalität erheblich zugenommen. Bedingt durch die große Zahl an Zuwanderern aus ärmeren Ländern Südamerikas und die damit verbundene Armut und sozialen Probleme sowie nicht zuletzt auch wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise insbesondere in Argentinien hört man immer wieder von Ermordungen und tödlich endenden Geiselnahmen wegen einiger weniger Pesos bzw. wegen der Armbanduhr.

In den Zentren der Großstädte beschränken sich die Vorsichtsmaßnahmen der Reisenden hauptsächlich auf die in fast allen Metropolen herrschende Alltagskriminalität. So versteht es sich von selbst, nicht mehr als den Tagesbedarf an Geld mit sich herumzutragen und persönliche Wertgegenstände und Dokumente entweder im Hotelsafe (nicht in der Wertbox des Hotelzimmers) zu lassen oder an versteckter Stelle am Körper zu tragen. Vorsicht ist insbesondere geboten, wenn man mit Taubendreck oder Senf bespritzt wird und “hilfreiche”  Hände anschliessend mehr als nur den Dreck “wegputzen” wollen. Wir empfehlen daher dringend, keine Luxusgegenstände zur Schau zu tragen, in Buenos Aires die Kreditkarte im Hotelsafe zu lassen, und wenn möglich nur Kreditkarten mitzunehmen, die keinen PIN und damit keine Geldautomatenfunktion haben. Man hört immer wieder Geschichten von Touristen, die gekidnappt und mit vorgehaltener Waffe gezwungen werden, an Geldautomaten mit der PIN Geld zu ziehen und anschliessend abzuliefern; wir selbst wie auch unsere Kunden können diesbezüglich bisher nicht von negativen Erfahrungen berichten. Im Zweifel ist es jedoch immer besser, freiwillig die Wertgegenstände abzuliefern.

Die Bilder der Unruhen, die sei Jahreswechsel 2001/2002 mit der Wirtschaftskrise einhergingen, und die weltweit iimmer einmal wieder über die Fernsehschirme gehen, sind jedoch kein Grund, eine Reise nach Argentinien ins Unbestimmte zu verschieben. Im Gegenteil, gerade jetzt machen sinkende Preise für Reisende mit US-Dollars oder Euros Argentinien als Reiseland wieder interessant. Wie uns unsere Kunden berichten, beschränkten sich die Unruhen damals nur auf wenige Großstädte wie Buenos Aires und Mar del Plata; auf dem Land war jedoch von der Aufregung nichts zu spüren. Unsere Kunden und auch wir selbst hatten und haben niemals das Gefühl der direkten Bedrohung, solange man sich in den gesicherten Bereichen der Metropole bewegten.

Auch manchen Fahrern von Taxis und Remiseros (Mietwagenfahrer ohne Taxilizenz in ungekennzeichneten Privatwagen) gegenüber ist derzeit unbedingt Vorsicht geboten. Oft wird vom ortsunkundigen Fahrgast ein viel zu hoher Fahrpreis verlangt oder erhebliche Umwege gefahren. Besonders beliebt ist derzeit die Herausgabe von gefälschten Pesos als Wechelgeld. Daher sollte man unbedingt genügend Kleingeld bereithalten, um den Wechselvorgang zu vermeiden. An den Flughäfen und Busbahnhöfen sollte man sich nicht von den herumlaufenden Fahrern ansprechen lassen, sondern lieber bei einer der seriösen Remisefirmen am Stand ein Ticket zum garantierten Preis besorgen und den ausgewiesenen Fahrpreis erst bei der Ankunft am gewünschten Ort im Fahrzeug bezahlen. Im Taxi setzen Sie sich möglichst auf den Rücksitz (in Uruguay vorgeschrieben) und achten Sie darauf, dass es sich um ein nummeriertes Taxi handelt und die Lizenz des Fahrers sichtbar an der Rückenlehne des Fahrersitzes hängt. Den über Funk vom Hotel herbeigerufenen “Radiotaxis” (erkennbar durch das Schild mit der Aufschrift “Radiotaxi”) gehören alle zu größeren Taxigenossenschaften, und man sollte Ihnen im Zweifel den Vorzug geben.

Wenn Sie einen Transfer über FLYER gebucht haben, können Sie sicher sein, dass Sie mit einem absolut zuverlässigen Fahrer unterwegs sind. “Schwarze Schafe” werden von uns sofort nicht mehr gebucht, sobald uns eine Unregelmässigkeit bekannt wird. Bei der derzeitig grossen Konkurrenz an Taxis und Remisen kann es sich keines unserer Vertragsunternehmen leisten, Aufträge zu verlieren, und wird daher unbedingt auf korrekte Abwicklung achten. Wir empfehlen Ihnen daher unbedingt, Ihre Transfers über uns vorzubuchen, nicht, weil wir Ihnen etwas verkaufen möchten, sondern weil uns die Sicherheit unserer Passagiere am Herzen liegt. Wir mussten in den letzten Wochen leider immer wieder von negativen Vorfällen hören, die uns unsere Kunden berichtet haben.

Die genannten Tipps sind Ausfluß unserer eigenen Reiseerfahrungen und bedingen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 Aufgrund der sich schnell ändernden Verhältnisse in den Reiseländern kann FLYER selbstverständlich keine Verantwortung für eventuelle negative Folgen der Beachtung übernehmen.

Wir sind jedoch dankbar für jede Anregung und die Mitteilungen Ihrer eigenen Reiseerfahrungen, ob positiver oder negativer Art. Sie helfen uns dabei, unsere Reisetipps für andere Nutzer stets so aktuell wie möglich zu halten.

 Mailen Sie uns daher Ihre Erlebnisse an:

feedback@flyer-de.de

 

Wenn Sie im Mietwagen unterwegs sind, und es versucht jemand, Ihre Aufmerksamkeit abzulenken oder verwickelt Sie in eine Unfall, halten sie den Wagen erst an, wenn sie sich an einem gut beleuchteten, verkehrsreichen Ort befinden. Lassen Sie keine Wertgegenstände im Auto. Vermeiden Sie es, nachts auf den grossen Überlandstrassen zu fahren, da oft schlecht- bzw. unbeleuchtete Fahrzeuge unterwegs sind. Da auf den Überlandstrassen alle 100 km und an jeder Provinzgrenze feste Kontrollpunkte der Polizei eingerichtet sind, halten Sie Führerschein und Fahrzeugpapiere bereit. Argentinische Ordnungskräfte versuchen manchmal, ihre niedrigen Gehälter aufzubessern, indem sie Ihnen ein geringfügiges Vergehen (z.B. rote Ampel) vorwerfen und dann anbieten, die Angelegenheit gegen Zahlung einer “Gebühr” auf sich beruhen zu lassen. Beharren Sie bei horrenden Forderungen in diesem Fall darauf, den Chef zu sprechen bzw. eine Quittung für die “Gebühr” zu erhalten; bei geringen Forderungen ist es manchmal aber unkomplizierter, zu zahlen. Versuchen Sie nicht, die Beamten von sich aus zu bestechen, insbesondere nicht in Chile.

Sollten Sie Opfer eines Verbrechens werden, nehmen Sie Kontakt mit der nächsten Poizeistation auf. Bestehen Sie auf einer Kopie der schriftlichen Anzeige bzw. des Polizeiberichtes. Sollten Sie selbst eines Verbrechens beschuldigt werden, haben Sie das Recht, einen Vertreter der deutschen Botschaft oder Honorarkonsul zu verständigen.

Während Ihrer Reise sollten Sie Ihr Gepäck niemals unbeaufsichtigt lassen. Nicht nur die Gefahr des Diebstahls ist groß, es besteht auch die Möglichkeit, daß Ihnen jemand Drogen im Gepäck versteckt. Der Weg über Argentinien nach Europa wird leider immer öfters zur bevorzugten Route für Drogenkuriere. Aus diesem Grund sollten Sie auch niemals Post oder Pakete von Unbekannten nach Europa befördern.

Stand dieser Information: 20.01.2005

Sollten Sie irgendwelche Zweifel oder weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung:

info@flyer-de.de

 

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